An diesem WE wurde ich vor ein Problem gestellt, was macht man wenn man mit seiner Partnerin oder Partner weg fährt? Weg vom heimischen Rechenknecht, der Konsolenlandschaft und dem Breitbandinternet?
In Ermangelung eines Mitglieds der Handheld-Geräte und dem Fehlen von einem Internetanschlusses hab ich natürlich vorgeplant und meinen Laptop (mein Arbeitsrechner aus der Studiumszeit also nicht gerade der Gamer-Super-Monster-Laptop) samt der Vollversion, welche als Heft-DVD einer alten PowerPlay-Zeitschrift beilag, von Heroes of Might and Magic 4 eingepackt.
Vor Ort kam es wie es kommen mußte, man hat irgendwann mal Langeweile und was tut man dann? Genau, man installiert das Game und zoggt los.
Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen ich habe leider die falsche Wahl getroffen. Natürlich war die Nostalgie von früher wieder da, doch es hat mich nicht mehr in der alten Form gefesselt. Vielleicht da ich doch etwas von dem mittlerweile in meine Sammlung geratenen Heroes of Might and Magic 5 verwöhnt bin oder weil ich einfach in die falsche Stimmung geriet? Keine Ahnung.
Stattdessen glitten meine Gedanken immer wieder zu einem anderen “Sucht-Spiel” von damals zurück und ich könnte mich in den Hintern beißen, dass ich es nicht eingepackt hatte. Die Rede ist hierbei von Master of Orion 2. Ein Spiel, das mich ewig und 3 Tage gefesselt hat. Auch hat dieses bisher noch keinen wirklich “würdigen” Nachfolger erhalten was sehr schade ist.
Wem Master of Orion 2 nichts sagt, es handelt sich um ein ähnlich rundenbasiertes Game wie Heroes of Might and Magic. Allerdings ist es in einem SciFi-Szenario angesiedelt. Man wählt ein vorgefertigtes Volk oder erstellt sich ein eigenes und startet dann in einem jedes mal neu generierten Universums. Dann forscht man nach neuen Technologien, produziert Waren, erschafft Schiffe und erkundet das All.
Wohin man sich entwickelt, das ist einem selbst überlassen, ob man sich nun als Händler betätigt, freundlich mit anderen Völkern zusammen arbeitet oder doch lieber das ganze Universum unterjocht, das ist ganz einem selbst überlassen.
So sieht die Planetenverwaltung aus:

Das ist die Karte aller Systeme (welche bei jedem Spielstart random zusammen gesetzt wird):

Diese Freiheit zusammen mit dem recht großen Forschungssystem und der völligen Freiheit beim Design der Raumschiffe ergaben für mich ein Spiel für viele viele lange Nächte.
Wollte euch nur mal teil haben lassen, vielleicht erinnert sich der ein oder andere ja auch wieder an MoO2 oder Leute denen es bisher unbekannt ist lesen zum ersten Mal davon und wollen es ausprobieren. Ich jedenfalls werde es mir heute Abend wieder aus meinem Schrank suchen und auf den Rechner spielen, nach einer ersten Suche im Internet soll es sogar auf Rechnern mit Win 7 lauffähig sein.
Soviel dann zu meinen aktuellen Spielerlebnissen, bis zum nächsten Mal.
